Kurzgeschichten

Das Geisterhaus

Es war einmal ein stinklangweiliger Tag. Wir wollten zur Großmutter Linda fahren. "Die ist doch total lngweilig", sagte ich. Meine Mum entgegnete: "Sie würde sich sehr freuen, wenn sie dich mal wieder sieht. Schließlich warst du beim letzten Mal zwei Jahre alt und jetzt bist du schon 13."
Also fuhren wir zur Großmutter. Als wir nach vier Stunden Fahrt ankamen, war ich so müde, dass ich das gruslige Haus auf der anderen Seite nicht bemerkt habe. In der Ncht hatte ich Hilfeschreie aus dem Haus gehört. Am nächsten Morgen wollte ich nachsehen, doch dann fragte meine Mum: "Schatz, kommst du mit shoppen?" und ich hatte völlig vergessen, was ich eigentlich machen wollte.
Nachdem wir vom Shoppen wiederkamen, bin ich sofort in mein Zimmer gerannt, habe die Sachen hingeschmissen, habe die Taschenlampe mitgenommen. Ich ging ganz alleine und ohne Vorwarnung, was mich erwarten würde, rein in das Haus. Ich hörte wieder Schreie und folgte ihnen bis zu einer Tür. Als ich die Tür öffnete, blieb mein Herz stehen. Ich sah einen Jungen, der ungefähr so alt war wie ich. Ich sah in seine großen, traurigen, blauen Augen. Als ich auf den Boden sah, sah ich einen Mann und eine Frau dort liegen. Diese waren wahrscheinlich seine Eltern. Ich fragte erschrocken: "Was ist pssiert?" Er antwortete mit leiser und zitternden Stimme:" Lauf weg, lauf weg, renn, renn. Du bist hier nicht sicher." "Was ist passiert?", fragte ich wieder. Er stand auf, rannte zu mir und nahm meine Hand:" Komme mit mir, wir müssen hier raus, bevor er wieder kommt", sagte er unruhig. Ich flüsterte:" Wer ist er?" Er sagte nichts mehr und rannte einfach los. Auf einmal hörte ich Schreie hinter uns. Dann sagte er:" Oh, wie unhöflich, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Ich heiße Jackob und wie heißt du?" "Ich heiße Marie", entgegnete ich. Er sagte mit zärtlicher Stimme:" Das ist ein sehr hübscher Name." "Was ist eigentlich im Zimmer passiert?", fragte ich. Er flüsterte leise und mit zitternder Stimme:" Bei unserem Auto ist der Sprit ausgegangen und dann haben wir hier Unterkunft gesucht. Wir haben am nächsten Morgen die Leiche meines Vaters gefunden. Trotz des Schockes haben meine Mum und ich etwas gegessen, als meine Mum von hinten plötzlich niedergeschlagen wurde. Der Mörder war veschwunden und ich schrie nach Hilfe und so hast du mich gefunden. Wir müssen uns beeilen, er kommt immer näher." "Da vorne ist die Tür", schrie ich zu ihm. Wir rannten beide raus in das Haus meiner Großmutter. Wer auch immer es war, er rannte nicht hinterher. Wir rannten zu meiner Mum, um ihr alles zu erzählen, doch sie glaubte uns kein Wort. Erst nachdem die Leiche geborgen wurde, glaubte sie uns. Nach diesem Wochenende ist meine Großmutter umgezogen und wir sind nie wieder nur in die Nähe des Hauses gegangen.
Übrigens, Jakob wohnt seitdem bei uns.
                                                                                        7. klasse      J.